Kant und die Logik

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Die Perzeption scheint keine sichere Grundlage für die menschliche Wahrnehmung zu sein, zumindest nicht zu  Vertiefungen wie wir sie von Kant kennen. Kant hat diese Tatsache gegen alle antagonistische Lager der aufstrebenden Phase der Aufklärung demonstriert. Jedoch konnte er wie seine Gleichgesinnten Kollegen auch nicht über das hinausgehen, was ihm seine Sinne zur Ergründung ermöglichten. Es war meines Erachtens eher ein Fehler als ein Fortschritt, dass er die dem Menschen zugängliche Logik als Instrumentarium zu Fragen über die Existenz Gottes verwendete. Die brachte so manche zum Glauben und wieder andere wendeten sich davon endgültig ab. Jedoch kann man die Erklärung um die Existenz von dem, welches unserer Auffassung vorenthalten ist,  nicht aus der sprachliche Logik ableiten. Somit ist sein gesamtes Werk nicht greifbar. Zum Beispiel stellt Kant die Frage, wie wir denn die Dinge um uns herum wahrnehmen würden, wenn wir nicht die Sinne hätten über die wir verfügen. Ich muss hier eine politisch provokante und radikale Gegenfrage stellen um einen Vergleich anzustellen. Welche Menschen hätte Adolf Hitler getötet, wenn es keine Juden,  Behinderte oder andere sozial benachteiligte Menschen oder Minderheiten gegeben hätte? Es wären eben solche gewesen, die sich ihm in den Weg gestellt hätten. Und genauso hätten wir die Dinge anders wahrgenommen. wenn wir andere Sinne hätten. Aber eine Form der Wahrnehmung unserer selbst und der Außenwelt hätte womöglich stattgefunden, da wir sonst  über unsere Existenz nicht sprechen könnten. Darin liegt doch die Begründung des Glaubens. Wir nehmen wahr,  dass wir leben. Wir wissen, dass wir als Menschen eine gemeinsame Grundlage der Wahrnehmung besitzen. Das Gras ist für alle Menschen mit gesunden Augen grün und der Himmel blau. Zucker schmeckt süß und Salz nicht. Kant versucht das Leben in eine menschliche Auffassungsebene zu ordnen, wiewohl es doch gesund ist und zum Mensch sein gehört,  vieles nicht zu verstehen. Gott ist seiner Ansicht nach vom menschlichen Verstand abhängig.  Außerdem versucht Kant die Wahrnehmungen aus einer Sicht zu verstehen, dessen Ergebniss von der Ausgangsposition abhängt, (das Ding an sich), wiewohl er sich nicht in einer solchen variierbaren Lage befindet. An diesem Punkt begegnen wir einem Widerspruch, da Kant ansonsten den Menschen als Teil der Natur betrachtet, aber den Zugang zur Natur eingeschränkt sieht. Zudem hat Kant wohl vergessen die Frage umgekehrt zu stellen. Denn er hatte so sehr daran gezweifelt, ob die Dinge die wir sehen auch dann das wären was sie sind wenn wir andere sinne besäßen. Weshalb verfügen wir denn überhaupt über die selben Sinne? Das nämlich hätte zu der Annahme eines übergeordneten Willens geführt, die Dinge so erscheinen zu lassen um den Menschen zu gewissen Einsichten zu bringen. Aber unterordnen wollte Kant seine Philosophie nicht.  Da Kant wusste, das die Phase der Aufklärung eine Säkularisierung propagiert, und seine Autorität als renommierter Philosoph bei einem Verdacht auf Kreationissmus angezweifelt würde, schloss er seine Theorien eher den Komponenten des Atheismus an.  In der Kritik der reinen Vernunft bringt er hierzu passend die Theorie des Zufalls in unser Erkenntnisvermögen ein. Und natürlich haben , wie Kant es beschrieb, Erinnerungen und von Anfang an gefestigte Annahmen erheblichen Einfluss auf unser Urteilsvermögen. Doch dies steht in keinem Zusammenhang mit der Tatsache, dass wir im Wissen über unsere eigene Existenz gemeinsame Erkenntnisse besitzen.  Außerdem äußert er die Vermutung, auf das er ansonsten nicht weiter eingeht, das es etwas geben muss, dass der Erscheinung aller Dinge etwas zugrunde liegen muss. Er beschreibt es als das Ding an sich, zu dem unsere Sinnlichkeit nicht durchdringen würde. Da kommt ganz ohne Umwege die Frage auf, ob es denn innerhalb des Lebens in dem wir uns befinden, so relevant ist zu wissen, wie die Dinge ohne uns wären, oder in Erscheinung treten würden. Denn substanzielle Dinge leben doch nicht erst durch die Empfänglichkeit unserer Sinne. Er widerlegt in seiner Kritik den ontologischen Gottesbeweis. Hierzu dient die Prädikatenlogig. Sie besagt, dass in einem Subjekt (Satzgegenstand) alle Eigenschaften, welche unmittelbar damit in Verbindung gebracht werden, enthalten sind. Zum Beispiel: Die Erde ist rund, sie dreht sich um die eigene Achse.  Oder ein Schimmel. Ein Schimmel ist ein weißes Pferd. Das selbe Prinzip überträgt Kant auf den Begriff Gott. Damit bestreitet Kant die Basis des ontologischen Gottesbeweises. Im Gegensatz zu Kant setzt Leibniz im Begriff Gott, neben Vollkommenheit und Allmacht auch die Existenz vorraus. Denn ohne Existenz könnte Gott nicht herschen. Doch gerade die Gleichsetzung der Begriffe mit dem Wort Existenz bestritt Kant. Denn nach den Regeln der Logik ist Existenz kein Prädikat. Es enthält keine subjektiven Elemente. Mit solchen Koppelungen des Glaubens an die Logik nahm der heidnische Geist der humanistischen Strömung seinen Auftrieb. Zumal die Kirche durch enorme Einschränkungen der Freiheit und die Ablasszahlungen immerhin schon viel Zorn auf sich gezogen hatte und die säkuläre Atmosphäre jedes Argument gegen den Glauben begrüßte.

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